Studium als Übergang. Die Universität als Möglichkeitsraum für Lernprozesse

Dipl.-Päd. Kathrin Henrich

Das Promotionsprojekt „Studium als Übergang. Die Universität als Möglichkeitsraum für Lernprozesse“ untersucht die Frage, wie sich das Studium als Übergang gestaltet. Das Studium wird dabei im Anschluss an eine subjektorientierte Perspektive als Erfahrungsraum verstanden, in dem sich studentische Lernprozesse in ihrer Prozessualität und wechselseitigen Bedingtheit zwischen Erfahrungsstrukturen und Handlungspraktiken einerseits und institutionellen Angebotspraktiken andererseits zeigen. Im Unterschied zu klassischen Perspektiven der Übergangsforschung werden damit Übergänge nicht nur als Folge institutioneller Veränderungen begriffen, sondern das Studieren selbst wird als Prozess zahlreicher Übergänge verstanden, die als Ausgangspunkt und Folge von Lernprozessen zu denken sind. Analysiert werden biografische Narrationen und Selbstpräsentationen von Studierenden der Geistes- und Sozialwissenschaften. Diese werden im Hinblick auf Erfahrungsstrukturen und deren Einfluss auf die Wahrnehmung und Konstruktion von universitären Praktiken und Lernräumen als Lernanlass und Folge von Lernen ausgewertet. Damit will dieses Vorhaben einen Beitrag zur Hochschulforschung und zur subjektorientierten Übergangsforschung leisten.